daily-tangents.com http://daily-tangents.com Wed, 05 Dec 2012 11:54:42 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.4.2 Das Theologiestudium http://daily-tangents.com/allgemein/das-theologiestudium/ http://daily-tangents.com/allgemein/das-theologiestudium/#comments Wed, 05 Dec 2012 11:54:42 +0000 Philosoph http://daily-tangents.com/?p=45 Theologie ist eines der interessantesten und fordernsten Studienfächer, die vorstellbar sind, ob es sich nun um evangelische oder katholische Theologie handelt. Es gibt vor allem zwei Arten von Studiengängen: diejenigen, die eine kirchliche Laufbahn ermöglichen, und diejenigen, die für den Beruf des Schullehrers im Fach Religionslehre ausbilden.

Voraussetzungen für das Theologiestudium
Um ein Theologiestudium zu absolvieren, braucht es eigentlich nur die Allgemeine Hochschulreife, die Mitgliedschaft in der katholischen bzw. evangelischen Kirche (nicht für das Studium an sich, aber für die spätere Tätigkeit) und ein großes Interesse für den aktiv gelebten Glauben und die Bibeltexte, die die Grundlage für den Beruf bilden. Das Studium stellt jedoch teilweise hohe intellektuelle Anforderungen, wenn es beispielsweise um komplizierte dogmatische Fragestellungen oder die Exegese schwieriger Bibeltexte geht. Manchmal macht es Sinn, vor dem Studium oder während der Studienzeit Theologie-Nachhilfe zu nehmen, um einfach die Grundlagen zu verstehen und eine Basis aufzubauen, auf der die gelernten Inhalte sich entwickeln können. Auf der Seite www.hauslehrer.de wird beispielsweise eine ganzheitliche Nachhilfe bei den Studenten zuhause angeboten, was gerade für diese Zielgruppe, aufgrund der oftmals mangelden Mobilität, sehr von Vorteil ist.

Studieninhalte
Es gibt einige zwingende Studieninhalte. Zu diesen gehören das Alte und das Neue Testament, Kirchengeschichte, die Systematische Theologie (die sich unter anderem mit dogmatischen Fragen beschäftigt) und die Praktische Theologie, zu der auch der Umgang mit dem Glauben in der heutigen Welt, im Schulunterricht und in der Gemeindearbeit gehört. Es steht den Studierenden frei, je nach Interesse und Neigung den Schwerpunkt auf bestimmte Bereiche zu legen. Für das Theologie- oder Theologielehramt-Studium ist es teilweise notwendig, Latein- und/oder Altgriechischkenntnisse nachzuweisen oder die Grundlagen im Studium zu erlernen. Es ist jedoch auch sinnvoll, Grundlagen des Althebräischen zu lernen, um die Bibeltexte des Alten Testaments besser verstehen zu können.

Spätere Berufe
Sowohl im Schulwesen als auch in der Gemeinde ist der Bedarf nach Absolventen des Theologiestudiums groß. Dies liegt bei dem Studienziel Pfarramt daran, dass in den einzelnen Gemeinden derzeit viele Pensionierungen anstehen und daher Ämter freiwerden. Beim Studienzahl Religionslehre auf Lehramt liegt es daran, dass beispielsweise in der Grundschule der Religionsunterricht eigentlich nur von ausgebildeten Lehrkräften gegeben werden darf. In den weiterführenden Schulen werden ohnehin nur die studierten und erfolgreich abgeschlossenen Fächer von den jeweiligen Lehrkräften unterrichtet.

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Religionsunterricht in der Schule http://daily-tangents.com/allgemein/religionsunterricht-in-der-schule/ http://daily-tangents.com/allgemein/religionsunterricht-in-der-schule/#comments Wed, 05 Dec 2012 11:27:22 +0000 Philosoph http://daily-tangents.com/?p=37 Religionsunterricht als unverzichtbarer Teil eines allumfassenden Bildungssystems
Die deutsche Sprache vermittelt den feinen Unterschied zwischen den beiden Begriffen Bildung und Ausbildung genauso wie deren Verwandtschaft. Im Wort Bildung steckt die Wurzel „sich ein Bild (von etwas) machen“. Wer sich ein Bild macht, betrachtet umfassend und von allen Seiten. Und genau das will Bildung und macht Bildung aus. Sie bezweckt, die Dinge umfassend kennen zu lernen und ihnen dabei auf den Grund zu gehen, sie zu hinterfragen, darüber zu reflektieren, nichts unkritisch zu übernehmen, Zusammenhänge herauszuarbeiten. Der/die Gebildete zeichnet sich nicht nur durch Wissen in vielen Bereichen aus, mit denen Menschen konfrontiert werden (von Kultur über Geschichte und Philosophie bis zu Religion und Zeitgeschehen), sondern auch dadurch, dass ihm/ihr Pauschalurteile, Vorurteile und Plattheiten fremd sind. Bildung auch in theologischen Bereichen ist eine geistige, kulturelle und emotionale Bereicherung.

Was hier in der Theorie so sauber getrennt ist, überlappt sich in Wirklichkeit in vielerlei Hinsicht, zumal gebildete Menschen in der Regel auch eine Ausbildung haben und gut ausgebildete nicht ohne Bildung sind. Aber die ganze Sache hat zwei Haken: Der eine besteht in der Gefahr, dass wir zu wenig Bildung bei Religionsfragen im Schulunterricht vermitteln. Aber dies ist – solange es nicht auf breiter Front geschieht – kein gesellschaftspolitisches, sondern ein ganz persönliches Problem des betroffenen Individuums. Dabei ist heute angesichts der Explosion des Wissens ein bestimmter Grad an Spezialisierung in vielen Berufen und damit eine verdichtete Aufnahme von Informationen darüber unerlässlich. Die zweite Gefahr besteht darin, dass wir nur bilden, ohne in religiösen Themen und Fragen auszubilden und damit Menschen erziehen, die interessant sind, aber nur bedingt fähig, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen und ihr Leben mit all den Schwierigkeiten erfolgreich zu meistern.

Sicher: Gut Ausgebildete, die wie Maschinen funktionieren und nicht mehr differenzieren, wie es kulturelle Wesen tun, sind eine Horrorvision; aber Bildung allein ohne einen Religionsunterricht, die nicht verankert ist in einem ökonomischen und sozialen Umfeld, ist unerschwinglich, weil sie nicht „gebraucht“ wird. Kultur gedeiht auf dem Nährboden von „religiöser“ Bildung, aber in einem Klima, das von Wirtschaft und Ausbildung mit bestimmt wird. Hochkulturen waren immer auch wirtschaftliche Zentren. Denn im Zweifelsfalle, hat schon Bert Brecht nüchtern festgestellt, kommt zuerst das Fressen, dann erst die Moral.

Werteorientierte Wirtschaft baut auf eine Religions- und Ethikausbildung
Marktwirtschaft und das freie Unternehmertum brauchen feste ethische Werte, an denen sie ihr Handeln ausrichten. Dabei geht es um Themen wie Verantwortlichkeit und Sinn, Integrität, Vertrauenswürdigkeit, Bescheidenheit und Disziplin, eine umfassende Weltsicht, Wertschätzung der Mitarbeiter als Menschen, Menschenwürde und soziale Verantwortung, aber auch um einen fairen Wettbewerb. Viele halten sich nicht oder nur zum Teil an diese Werte – und sind erfolgreich, allerdings meist nur kurz- oder mittelfristig. Langfristig, so behaupten Wirtschaftswissenschaftler, sind nur jene Unternehmen erfolgreich, die sich an Werten orientieren, die als gültig anerkannt werden, wobei diese ihre Wurzeln meistens in der Religion – und folglich auch in dessen Ausbildung darin in der Schule – haben.

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Religion als geistige Stütze http://daily-tangents.com/allgemein/religion-als-geistige-stuetze/ http://daily-tangents.com/allgemein/religion-als-geistige-stuetze/#comments Tue, 04 Dec 2012 11:55:42 +0000 Philosoph http://daily-tangents.com/?p=23 Religion gibt den Menschen ein Gefühl von Gemeinschaft. Gleichzeitig grenzen die unterschiedlichen Religionen Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen voneinander ab.

Die Lebensphilosophie religiöser Menschen ist von dem Glauben geprägt, es gäbe eine von menschlichem Tun weitgehend unabhängige, übergeordnete Macht. Das Gottesbild entspricht in der Regel einer eher autoritär ausgerichteten Vaterfigur. Den Vater, oder Gott, kann der Einzelne nur beeinflussen, in dem er die von ihm aufgestellten Regeln befolgt. Auch dann kann er nicht sicher sein, wie die Überfigur reagieren wird. Er kann aber auf eine positive Reaktion hoffen.
Alle Religionen beinhalten ein Regelwerk. Den Gläubigen wird ein Weg aufgezeigt, durch Befolgen der Regeln einen inneren Frieden zu finden. Viele Menschen schätzen derartige klare Anweisungen und bemühen sich mit mehr oder weniger Erfolg darum, die Regeln ihrer Religion im Alltag umzusetzen.
Die Grundlagen religiöser Regelwerke dienen dazu, das menschliche Zusammenleben möglichst reibungslos zu gestalten. Der Respekt vor dem anderen soll gefördert werden. Religiöse Menschen sollen einander nicht nach dem Leben trachten oder sich auf andere Weise gegenseitig Schaden zufügen.
Die Befolgung solcher Regeln hat für alle Beteiligten positive Auswirkungen. Jeder genießt den Schutz der Regeln und sorgt durch deren Einhaltung für eine friedliche Grundstimmung. Die Religion wird zur geistigen Stütze.
Neben den grundsätzlichen Regeln für ein angenehmes Miteinander stellt jede Religion spezielle Regeln für ihre Gläubigen auf, die auf Tradition, Wertvorstellungen und entsprechende Vorstellungen von Recht und Unrecht basieren. Hier spielt die Unterschiedlichkeit eine Rolle und es kommt zur Abgrenzung gegenüber Andersgläubigen.
Diese Abgrenzung wird zumindest von den Angehörigen einiger großer Religionsgemeinschaften offenbar auch als geistige Stütze betrachtet. Die Abgrenzung zu den anderen stärkt das eigene Gemeinschaftsgefühl bei der Ausübung von Ritualen, die seit Generationen unverändert geblieben sind.Der Glaube daran, dass es jenseits der menschlichen Vorstellungskraft eine Macht gibt, die in der Lage ist, das Chaos, das die Menschen gelegentlich auf der Erde anrichten, wieder zu ordnen, beruhigt.
Die Vorstellung, dass manches im Leben vorbestimmt ist, nimmt dem Menschen die Last, immer und in jeder Lebenslage eigene Entscheidungen treffen zu müssen, ab.
Das Erlebnis, in der Gemeinschaft zu beten und zu singen, löst Euphorie aus.
Die offiziellen Repräsentanten des Glaubens sind Vertrauenspersonen. Durch Predigten, Ansprachen und durch das Abnehmen der Beichte geben sie den Gläubigen eine geistige Stütze außerhalb der Familie.
Die stets vorhersehbare Abfolge religiöser Fest- und Feiertage gibt dem Jahr seine Struktur. Die mit den Feiertagen verbundenen Traditionen führen Familien zusammen und erinnern daran, dass es ein Leben jenseits von Arbeit und Existenzsorgen gibt.
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Lebensphilosophie (Erläuterung) http://daily-tangents.com/allgemein/lebensphilosophie-erlaeuterung/ http://daily-tangents.com/allgemein/lebensphilosophie-erlaeuterung/#comments Tue, 04 Dec 2012 11:54:58 +0000 Philosoph http://daily-tangents.com/?p=19 Die Philosophie fragt schon seit der Antike, was uns das Leben bringt. Während früher auch Naturphänomene philosophisch erklärt wurden, haben sich die Fragen nach der Beschaffenheit der Welt mehr und mehr zu Themen der Naturwissenschaften entwickelt. Doch die Frage nach dem richtigen Leben kann bis heute nicht durch Messungen oder Berechnungen beantwortet werden.

Im Zeitalter der Aufklärung, als die Menschen begannen ihrem Verstand zu vertrauen und sich die meisten Naturwissenschaften von religiösen und mythischen Vorstellungen befreien konnten, wurde auch das Leben in berechneten Bahnen betrachtet. Man glaubte, bald eine Formel zu finden, mit der alle Fragen des Menschen beantwortet werden können.Ab dem späten neunzehnten Jahrhundert jedoch wehrten sich die Leute gegen diese rationale Sichtweise. Die Philosophie beschränkte sich auf die akademischen Kreise. Wer nicht studiert hatte, blickte durch die Argumentationen bald nicht mehr durch. Eine Gegenposition entwickelte sich: die Lebensphilosophie.Die Fragen nach dem Sinn und dem Gehalt des Lebens wurden jenseits der Akademien anders beantwortet. Rationalität und Berechenbarkeit galten bald als Gegenpole zum Lebendigen. Das Leben, so glaubte man, zeigte sich gerade in allem, das nicht berechenbar oder vernünftig ist. Statisches Denken und feste Formen wurden zum Gegenpol des Lebens. Das Innerliche, Seelische und Bewegliche wurde zum Inbegriff dessen, was das wahre Leben ausmacht.

Einige Philosophen begannen daher, das Leben genau in diesen Momenten zu suchen. Sie untersuchten die Emotionen und die einzigartigen Erlebnisse. Schematisierende Untersuchungen oder Kategorien passten nicht mehr in die Denkweise dieser Philosophie. Wenn zum Beispiel einer der prägendsten Lebensphilosophen, Henri Bergson, ein Erlebnis wie das Lachen beschreibt, dann teilt er es nicht in verschiedene Kategorien ein, um dem Lachen näherzukommen. Mit den Worten eines Lebensphilosophen: Er seziert es nicht, um sich das tote Innere anzuschauen, er untersucht das lebendige Lachen. Er fragt, wo es herkommt und welche Gemeinsamkeiten alle Arten des Lachens miteinander verbinden, statt sich auf die Unterschiede zu konzentrieren.

Diese Art, sich den Themen zu nähern, und nicht zuletzt auch die Wahl der Themen brachte der Lebensphilosophie eine Popularität ein, die der Philosophie lange nicht entgegengebracht wurde. Die Auflagen der philosophischen Werke konnten es in der Zahl mit beliebten Romanen aufnehmen. Die Lebensphilosophie war in allen gesellschaftlichen Schichten beliebt. Wahrscheinlich, weil sie sich auf lebendige Weise mit dem Leben beschäftigte.

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Lebensphilosophien – Sind sie wirklich hilfreich? http://daily-tangents.com/leben/lebensphilosophien-sind-sie-wirklich-hilfreich/ http://daily-tangents.com/leben/lebensphilosophien-sind-sie-wirklich-hilfreich/#comments Fri, 28 Oct 2011 13:21:35 +0000 Philosoph http://daily-tangents.com/?p=6 Im Leben jedes Menschen kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem er sich Gedanken macht über den Sinn des Lebens und damit auch darüber, wie er selbst sein Leben zu gestalten denkt. Eigene Ziele, Wünsche, Hoffnungen und Ansprüche werden hinterfragt, der eigene Lebensweg wird so weit als möglich entweder geplant oder bewusst dem Schicksal bzw. Zufall überlassen, und nicht wenige Menschen wenden sich während dieser Sinnsuche hilfesuchend an kluge Bücher, weise Menschen oder spirituelle bzw. religiöse Gemeinschaften, um aus den Lebensphilosophien Anderer etwas für sich selbst mitnehmen zu können.

Im Grunde ist dies auch nicht schlecht; ein reifer Mensch reflektiert sich und sein Verhalten, bemerkt seine Umwelt und wie sie auf ihn und er auch auf sie Einfluss nimmt, und weiß auch um Eigenverantwortung und Gradlinigkeit im eigenen Leben. Sich von den Lebensweisheiten und -philosophien Anderer, vielfach auch älterer Menschen, etwas abzuschauen, ist sicher von Vorteil, so man es bewußt und überlegt macht. Blindes Nacheifern oder kritikloses Übernehmen irgendwelcher Lebensphilosophien jedoch, die möglicherweise für das eigene Leben gar nicht passend sind, ist problematisch. Zu hoch ist die Gefahr, dabei an Ansprüchen zu scheitern, die man an sich stellt aufgrund einer als “richtig” empfundenen Lebensphilosophie bei einem Anderen – ohne dabei zu bemerken, dass das eigene Leben und der eigene Charakter gänzlich andere Voraussetzungen bieten.

Das gleiche Risiko tragen religiös motivierte Lebensphilosophien in sich: da mag ein noch junger, in sich selbst unsicherer und verzweifelter Mensch zu dem Entschluss kommen, dass er z. B. einer asketisch oder eremitisch geprägten Philosophie und (klösterlichen) Lebensweise anhängen möchte, um damit seine Frustration und seinen Weltschmerz besser in den Griff zu bekommen. Übersehen wird dabei dann leider häufig, dass es sinnvoller und für das eigene Leben positiver wäre, sich mit seinen Problemen und Unzufriedenheiten auseinanderzusetzen, sie aufzuarbeiten und sich dann, gestärkt und gereift, auf neue Lebensziele aktiv einzulassen, statt sich in einer eher passiven und sich selbst bestrafenden Lebensweise und -philosophie wiederzufinden, deren Ursprung Jahrhunderte zurückliegt und schon damals nur für extreme Ausnahmecharaktere wirklich authentisch und lebbar war.

Sich für das eigene Leben im Laufe der Jahre gewisse Regeln aufzustellen, sich an bestimmte ethische oder moralische Werte und gewonnene Weisheiten zu halten – das kann im erweiterten Sinne als Lebensphilosophie gelten, die für gewöhnlich auch auf Dauer und konsequent einzuhalten ist. Denn sie basiert auf den eigenen, real gemachten Erfahrungen im Leben und mit Mitmenschen und hat sich also als zutreffend, zum eigenen Leben passend, bewährt.

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